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Landestheater 18.3.22"Wir leben technisch, der Mensch als Beherrscher der Natur, der Mensch als Ingenieur, und wer dagegen redet, der soll auch keine Brücke benutzen, die nicht die Natur gebaut hat." (Max Frisch, Buch: Homo Faber)

Am 18.03.2022 waren die SchülerInnen der 3ABK und 4AK im Rahmen des Deutschunterrichts im Tiroler Landestheater, um das Stück „Homo Faber“ anzuschauen.

Bereits im Vorhinein hatten sich die Klassen im Unterricht mit der Thematik, mithilfe der Buchvorlage und des Films, beschäftigt.

Im Theaterstück geht es um Walter Faber, einen Ingenieur, der sein Leben auf Logik und Ordnung auslegt. Nach einem Flugzeugabsturz und der Entdeckung, dass sich sein alter Studienfreund das Leben genommen hat, beschließt er spontan, mit dem Schiff nach Europa zu fahren. Auf dieser Fahrt lernt er das Mädchen Elisabeth (Sabeth) kennen und die beiden freunden sich an. Aus der Freundschaft wird eine Verliebtheit und sie kommen sich trotz des großen Altersunterschieds näher. Faber beschließt in Paris, Elisabeth durch Europa bis zu ihrer Mutter nach Athen zu begleiten. Kurz vor dem Ziel findet Faber heraus, dass er eine gemeinsame Vergangenheit mit Sabeths Mutter hatte und sie seine Tochter sein könnte, was er ihr jedoch verschweigt. Nach einer letzten gemeinsamen Nacht unter freiem Himmel wird Sabeth von einer Schlange gebissen, sie stürzt und landet mit ihrem Kopf auf einem Stein. In Athen wird sie in ein Krankenhaus gebracht, wo sie kurz darauf an einer nicht erkannten Kopfverletzung verstirbt. Walter trifft nach langer Zeit auf seine alte Jugendliebe und die Mutter von Elisabeth, die ihm nach langem Zögern bestätigt, dass er Sabeths Vater ist.

Das Theaterstück wirft einen direkt mitten in die Geschehnisse. Sabeth liegt bereits im Krankenhaus und man erfährt durch Rückblicke, was zu dieser Situation geführt hat. Das Bühnenbild war minimalistisch, doch es fehlte nichts, um sich in der Handlung zurechtzufinden; auch die häufigen Ortswechsel waren gut nachzuvollziehen. Die zwei Schauspieler, die Faber und seine Innere Stimme/sein Gewissen verkörperten, spielten ihre Rolle perfekt. Das Gewissen erläuterte die Ereignisse wie in einem sachlichen Bericht, ohne zu viele Emotionen zu zeigen. Der „echte“ Faber hingegen wirkte, als ob er über das Geschehene und seine Krankheit seinen Verstand verlieren würde. Elisabeths jugendliche Neugier wurde durch die Schauspielerin perfekt verkörpert und die Darstellerin von Hannah gab ihrer Figur die Emotionen, die in der Filmversion fehlten.

Abschließend ist zu sagen, dass das Theaterstück auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Es war ein tolles Erlebnis, die Aufführung nach einer so langen Corona-bedingten Pause live sehen zu können.

Valentina Lukasser, Anna Schweinberger, 4AK

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