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BarbaraLaden2022Am Mittwoch, den 6. April 2022 besuchten wir, die 4 BK-Klasse, gemeinsam mit unserem Religionslehrer, Professor Alexander van Dellen, den Sozialladen der Pfarre St. Barbara. Im Vorfeld dieser lehrreichen Exkursion beschäftigten wir uns im Religionsunterricht – im Zusammenhang mit dem Thema Armut – auch mit der Frage der strukturellen und punktuellen Armutsbekämpfung sowohl weltweit als auch bei uns in Österreich.

In einer abschließenden Religionsstunde zu diesem Thema durften wir ein sehr gelungenes Beispiel für die Unterstützung materiell armer Menschen in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Schule kennenlernen. Frau Evelyn Schiestl, die Regionalverantwortliche der Caritas für Schwaz und Hall und Leiterin des „Barbara Ladens“, erzählte uns in den neu errichteten Räumlichkeiten über die Geschichte und die Aufgabe des Ladens. Waren es vor 10 Jahren noch drei Kunden, die günstig einkauften, so ist die „Kundendatei“ heute schon auf ca. 800 angewachsen.Voraussetzung, um in den Genuss einer solchen Mitgliedschaft zu kommen, ist ein geringes Einkommen, das bei einer Einzelperson 1000 € und bei einer Familie bzw. Lebensgemeinschaft 1350 € nicht übersteigen darf. Nach der Ausstellung einer Kundenkarte darf dann pro Person drei Mal pro Woche um 10 € eingekauft werden. Für uns, die MPreis-, Spar- und Billa-Kunden, kein allzu großer Betrag, im Sozialladen jedoch, wo die Produkte zumeist um die Hälfte des Normalpreises oder noch darunter verkauft werden, kann damit eine ansehnliche Menge an Lebensmitteln erworben werden.

Bestand die Hauptkundschaft anfangs aus in Not geratenen Einheimischen, so sind inzwischen auch Familien aus der Ukraine dazu gekommen. Das Warensortiment besteht einerseits aus Waren, die dem Laden zur Verfügung gestellt werden: Diese sind entweder leicht „schadhaft“ oder das Ablaufdatum wird bald bzw. ist schon überschritten, die Ware ist jedoch noch einwandfrei genießbar; andererseits können Firmen eine so genannte „Warenpatenschaft“ übernehmen. Mit dem so gespendeten Geld werden dann die wichtigen Grundnahrungsmittel wie z.B. Mehl, Zucker, Butter und Eier angeschafft. Auch Gemüse und Obst wird verkauft, das nach einem „Rezept der Woche“ dann auch gleich kreativ verkocht werden kann. Nebenbei hat sich der Laden inzwischen auch zu einem wichtigen Treffpunkt entwickelt, wo Kaffee getrunken werden kann und einander über das funktionierende Netzwerk der Pfarre auch anderweitig geholfen wird.

Wir Schülerinnen und Schüler hatten alle Reis oder andere haltbare Lebensmittel dabei, mit denen wir das Angebot des Sozialladens kräftig aufputzten und wir so auch einen kleinen Beitrag für die Nicht-Privilegierten in unserer Wohlstandsgesellschaft leisten konnten. Wir wünschen der Einrichtung noch weitere segensreiche Jahre sowie viele Menschen, die Zeit, Geld und ihren Überfluss in den Dienst des Nächsten stellen!

Felix Klieber, Sarah Klocker, 4 BK

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