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Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,
liebe Schülerinnen und liebe Schüler,
liebe Lehrpersonen!

Es ist soweit – mein Pensionsantritt mit 1. April 2022 - ein Blick zurück von 1982 bis 2022

Im Herbst 1982 habe ich an der BHAK & BHAS in Innsbruck mein Unterrichtspraktikum begonnen und mein Berufswunsch „Lehrer zu werden“, wurde noch bestärkt und hat sich in den folgenden zwanzig Jahren als Jahrgangsvorstand und Lehrer an der BHAK & BHAS Hall, in der Lehreraus- und -fortbildung an der SOWI-Fakultät, am Pädagogischen Institut Tirol und in der Erwachsenbildung am WIFI, in der Betreuung von Praktikanten:innen fortgesetzt und intensiviert. Im November 2003 habe ich mich für die Leitung an der BHAK & BHAS Schwaz beworben und am 16. Februar 2004 die Schulleitung und die Direktion übernommen!

Unser Motto an der BHAK & BHAS Schwaz für die Weiterentwicklung und die Antizipation von technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen, lautete:

Schule erleben

In der Lebendigkeit des Schullebens zeigt sich jener Geist, der Schule zum Lebens- und Entwicklungsraum macht, aus dem sich die Freude an der Gemeinschaft und an der Bildung und Ausbildung erst entwickeln kann.

Dafür zeugen die Gestaltung der Pausenflächen, die Medienwerkstätte, das Betriebswirtschaftliche Zentrum, die Präsentationsräume und das Lernatelier, die COOL- und IT-Räume und die Schüler:innenarbeitsplätze in den Pausenflächen, der Schulgarten mit dem Brunnen, die Hochbeete und die Obstbäume, sowie unsere Bienenvölker.

Die Schule wird zum Begegnungs- und Erfahrungsraum, der Projekte ermöglicht, wie Zeit schenken, den Einsatz der Buddys für die Betreuung unserer neuen Schüler:innen bei den Einführungstagen, beim Kundenservice am Tag der Wirtschaft und dem Tag der offenen Schule, bei Elternsprechtagen, bei der Unterstützung von sozialen Projekten der Pfarre St. Barbara – Weihnachtspakete für die Gefangenen und die Talente-Aktion zu Ostern – dies sind Erfahrungsräume zur Entwicklung von gesellschaftlicher Solidarität und Verantwortung! Ganz besonders eindrucksvoll wirkten sich auf die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit der jungen Menschen aus, die Unterrichts- und Gemeinschaftserlebnisse durch die Sport-, Sprach- Kultur- und Projektwochen, sowie durch den Schüler:innenaustausch mit den Partnerschulen aus dem Trentino, aus Estland und aus Bulgarien.

Schule gestalten

Die technische Ausstattung, vor allem die permanente Erneuerung, ermöglicht erst eine praxisorientierte und IT-gestützte Ausbildung für die Umsetzung der Leitideen aus den Lehrplänen 2014 und 2020, für die Implementierung unserer Ausbildungsschwerpunkte (FIRI, ENMA) und für die Fachrichtungen, für die HAK-International für unbegleitete Minderjährige, für die MEDIA.HAK, für die PRAXIS.HAS, für methodisch-didaktische Schwerpunktsetzungen (COOL, KOEL), für die Freigegenstände SAP, Social Entrepreneur und den Schulchor, für Projekte, wie die Gesunde Schule, für schulorganisatorische Veränderungen, wie die neue Oberstufe (NOST/SOST), die die Erhaltung der Klassengemeinschaft als Lerngemeinschaft sich zum Ziel gesetzt hat.

Die pädagogischen und fachlichen Voraussetzungen zur nachhaltigen Umsetzung im Unterricht sind von den Lehrpersonen durch den Besuch von Lehrgängen, Seminaren und Fortbildungen, sowie durch pädagogische Konferenzen und die Qualitätssicherung gefestigt worden, die durch Zertifizierungen in den Fremdsprachen, im digi.check, in den Übungsfirmen, vor allem aber durch die standardisierten Abschlussprüfungen gelegt worden sind. Für unsere Absolventen:innen konnten Anrechnungen von Kompetenzen in den Fachhochschulen im Rahmen des Recognition of Prior Learning (RPL) umgesetzt werden und auch die Kooperation mit dem Bildungsanbieter Ingenium schuf die Möglichkeit berufsbegleitend den Bachalor innerhalb von vier Semestern zu erwerben. Derzeit ist die Vergabe eines Berufstitels, analog zur HTL, Gegenstand der Verhandlungen.

Die Öffnung der Schule für unsere Kooperationspartner aus Wirtschaft und Gesellschaft, für unsere Absolventen:innen zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch am Tag der Wirtschaft, verbunden mit einem Jahresarbeitsmotto, konnte zu einem Highlight eines jeden Schuljahres entwickelt werden. Als Festredner konnten namhafte Personen des öffentlichen Lebens gewonnen werden, die zu aktuellen Themen und Herausforderungen Stellung bezogen haben – z. B. Dr. Töchterle zum Thema Integration, Dr. Busek zum Thema Ohne Bildung kein Europa, Ali Malodji zum Thema Gründung von Startups, Dr. Palaver zum Thema Chancen und Risiken von Social Media, Bischof Glettler zum Thema Nachhaltige Wirtschaft im Spiegel von Laudato si! Gleichzeitig bot diese Veranstaltung unseren Schüler:innen ein großartiges Forum, um zu zeigen, welche Potenziale in ihnen zum Aufleuchten gebracht werden können und dies trägt maßgeblich zur Entwicklung ihres Selbstwertes bei.

Der Existenzgrund jeder Schule liegt in der Forderung begründet, die einer Verpflichtung gleichkommt, nämlich die Umsetzung des § 2 SCHOG: "Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen. […]“
Diesen pädagogischen Imperativ, habe ich in meiner Leitidee auf der Schul-Website, die auch auf das griechische Schönheitsideal verweist, durch ein Statement von Einstein als meine persönliche Präambel für meine Tätigkeit in all den Jahren als handlungsleitend und bestimmend angesehen: „Meine Ideale, die mir voranleuchteten und mich mit frohem Lebensmut immer wieder erfüllten, waren Güte, Schönheit und Wahrheit."

Schule gemeinsam verantworten

Gemeinsam mit dem Lehrer:innenteam bin ich immer verantwortlich für die Qualität der kaufmännischen Ausbildung für unsere jungen Menschen, im Hinblick auf die Anschlussfähigkeit am Arbeitsmarkt, im Zugang zu den weiteren Bildungseinrichtungen und in der Chancengerechtigkeit beim Zugang und in der Begleitung innerhalb der Ausbildung der BHAK & BHAS Schwaz. Diesen Prozess zu unterstützen und zu fördern, gilt und galt mein ganzes Engagement und meine Leidenschaft, daher kann ich für mich behaupten, die BHAK & BHAS Schwaz mit ihren Schüler:innen war und ist mein Leben!

Für meine Nachfolge gilt der Ausspruch des international anerkannten Pädagogen und Schulreformers Per Dalin: "Die Zukunft, die wir uns wünschen, werden wir nur dann bekommen, wenn wir eine Vision von ihr haben!" Diesen Worten habe ich nichts mehr hinzuzufügen!

Ganz herzliche Grüße und meinen großen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit und die wertvolle Unterstützung!

Direktor HR Dr. Peter Schraffl
März 2022

BHAK/BHAS Schwaz        
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