• schule3.jpg
  • schule6.jpg
  • schule5.jpg
  • schule.jpg


Anlässlich des Maximiliansjahres 2019, in dem sich der Todestag des letzten Ritters zum 500. Mal jährt, machten sich die Schülerinnen und Schüler der 3 AK und 3 BK auf den Weg nach Bozen und begaben sich auf eine Spurensuche nach der für Nord- und Südtirol äußerst prägenden Persönlichkeit. Es begann mit einem geführten Stadtrundgang durch den mittelalterlichen Kern der Dolomitenstadt und einer Besichtigung des Merkantilmuseums – ein Muss für jeden, der eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Bozen war seit jeher ein bedeutender Umschlagplatz zwischen Mitteleuropa und Italien. Die Prinzipien, die den Merkantilpalast und historischen Sitz des Merkantilmagistrats inspiriert haben, umfassen die goldene Epoche des Welthandels, welche die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der Landeshauptstadt Bozen entscheidend geprägt hat.

Am zweiten Tag stand die Besichtigung von Schloss Runkelstein auf dem Programm. Nach einem 45-minütigen Fußmarsch tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Welt Maximilians ein. Das Schloss, das auf einem Felsen hoch über der Talfer am Eingang zum Sarntal gelegen ist, hat nämlich - anders als die meisten anderen Burganlagen Südtirols, die in der Neuzeit stark umgebaut wurden, seinen mittelalterlichen Charakter zur Gänze bewahrt. Die „Bilderburg“, wie das Schloss auch gerne genannt wird, beherbergt den umfangreichsten profanen Freskenzyklus des Mittelalters weltweit und ist durch seine bunten Bilder eine der bedeutendsten Attraktionen Südtirols. Dort bekam Kaiser Maximilian die Inspiration für die Gestaltung seines einzigartigen Grabmales in der Innsbrucker „Schwarzmander-Kirche“, das zwar erst Generationen später fertiggestellt wurde und inzwischen auch zu einem Publikumsmagnet für Menschen aus Nah und Fern geworden ist. Am 4. November 1501 besuchte Maximilian I. Runkelstein. Er sah die prächtigen, im Auftrag der bürgerlichen Familie Vintler um 1400 freskierten Helden und Rittergeschichten, die Darstellungen von König Artus, Gottfried von Boullion, Karl dem Großen, Cäsar und Theoderich. Diese waren für Maximilian nicht nur Vorbilder, sondern legendäre Persönlichkeiten, die er im weitesten Sinn auch zu seinen Ahnen rechnete. Die Bilderwelt von Runkelstein sollte sich entscheidend auf Maximilians Gedächtniskultur und Selbstdarstellung auswirken. Auch für Jugendliche im 21. Jahrhundert waren diese Eindrücke ein absolutes Highlight.
Abgerundet wurde die Südtirol-Exkursion durch einen Besuch beim „Mann im Eis“, der seine letzte Ruhestätte im Archäologiemuseum in der Altstadt Bozens gefunden hat.


OStR Mag. Isabella Überegger

BHAK/BHAS Schwaz        
Johannes-Messner-Weg 14             
6130 Schwaz  
Telefon: +43 5242 62798-0
Telefax: +43 5242 62798-31                  
Email: hak-schwaz@tsn.at