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Im heurigen Schuljahr 2018 / 19 haben wir, die 3 BK-Klasse, erstmals das Unterrichtsfach ‚Wirtschafts- und Organisationspsychologie‘ (WOP). Dabei befassten wir uns auch in mehreren Unterrichtsstunden mit dem Thema Werbe- und Verkaufsstrategien. Ziel dieser Unterrichtseinheiten war es, mit Hilfe der Analyse von Printwerbungen die vielen trickreichen Methoden kennen zu lernen, die unser Kaufverhalten manipulieren sollten.

Neben diesen Aufmerksamkeitsstrategien arbeitet die Werbung auch mit Überzeugungsstrategien, bei denen zum Beispiel SpezialistInnen – oftmals Ärzte oder Ärztinnen im weißen Kittel eine Zahnpasta empfehlen und sich dabei auf wissenschaftlich erforschte, jedoch nicht genauer definierte Fakten berufen. Durch selektive Information werden lediglich die positiven Aspekte des Produkts erwähnt. So konnten wir durch die nähere Beschäftigung von Werbungen für Süßigkeiten feststellen, dass nur gesunde Zutaten, wie Calcium oder Vitamine erwähnt werden, nicht jedoch die Tatsache, dass das Produkt viel Zucker enthält. Durch Aussagen, wie „Solange der Vorrat reicht“ oder „Ihre letzte Chance“ wird dem potentiellen Käufer Zeitdruck vorgetäuscht. In weiteren Unterrichtssequenzen untersuchten wir Käuferfallen in Bekleidungsgeschäften und Supermärkten. Dazu gingen wir in Kleingruppen in die umliegenden Geschäfte unserer Schule. Mit unterschiedlichen Beobachtungsaufgaben, die unser WOP-Lehrer, Professor Alexander van Dellen, zusammenstellte, erkundeten wir sowohl die Anordnung der Ware als auch die allgemeine Verkaufsatmosphäre in den unterschiedlichen Einkaufsmärkten sowie das Kaufverhalten einzelner KundInnen. Dabei konnten wir beobachten, dass in Lebensmittelmärkten der Kunde zunächst in der Obst- und Gemüseabteilung landet, in der die Waren oft unverpackt und besonders gut beleuchtet sind, damit sie appetitanregend aussehen.

Ein kurzer Weg zur Kasse wird durch geschickte Führung des Kunden verhindert; fast immer führt ihn der Weg an langen Regalen vorbei bis zum Ende des Verkaufsraumes, damit er möglichst viel vom Angebot sieht. Die Frischfleisch- und Käsetheke ist ganz hinten im Geschäft zu finden, da diese Lebensmittel zum täglichen Gebrauch gehören und so fast jeder Kunde durch den ganzen Einkaufsmarkt gehen muss. Zudem ist uns aufgefallen, dass bei der Anordnung in den Regalen, die teure Ware meist in Augenhöhe steht, wo man sie bequem erreichen kann, die billigere weiter unten. Als wir an der Kasse angekommen sind, warteten erneut Verlockungen auf uns, denen auch manch ein Schüler / eine Schülerin nicht widerstehen konnte: da sich hier der Kundenstrom meist staut, werden noch einmal reichlich Süßigkeiten, sogenannte „Quengelware“ angeboten. Anschließend führte jede Gruppe mit einem Kunden ein Interview durch, das erkennen ließ, dass durch die Anwendung dieser Kaufstrategien, KundInnen meist viel mehr einkaufen als sie eigentlich wollten. In der darauffolgenden Unterrichtsstunde stellten die einzelnen Gruppen die Ergebnisse ihrer Beobachtungsaufgaben vor und wir diskutierten darüber. Abschließend bekamen wir den Arbeitsauftrag, in denselben Kleingruppen Regeln zum Schutz vor manipulativen Verkaufsstrategien aufzustellen. Durch die intensive Beschäftigung mit Werbe- und Verkaufspsychologie lernten wir, wie und mit welchen Mitteln Werbung arbeitet, um möglichst viele Menschen anzusprechen. Zudem erforschten wir die Vielzahl von Verkaufsstrategien und lernten, wie man unnötige Einkäufe verhindern kann.

Maria Schweiger, David Wechselberger, 3 BK

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